- Eine Singervermittlerin steht in einer Menschentraube und leitet mit ihren Händen ein Lied an.

Singen

Bei unseren Singangeboten steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Denn in der Gruppe singt es sich wesentlich leichter, egal ob einstimmig oder mehrstimmig. Es kommt nicht auf Perfektion an. Viel wichtiger ist es, mit anderen zusammen im Klang zu baden. Dabei spielt es keine Rolle, welche Voraussetzungen und Kenntnisse jemand mitbringt. Jeder Mensch kann singen!

Mitmachen

  • Frida & Kurt – Wir singen!

    mit Philip Lipsky

    6 DEZ

    06. Dezember 2022

    Dienstag

    15.00 – 16.00 Uhr

    Berg am Laim

    Großer Pfarrsaal Sankt Michael, Baumkirchnerstraße 26

  • Singen unterm Christbaum

    Mit Traudi Siferlinger, Monika Drasch und Johann Zeller

    7 DEZ

    07. Dezember 2022

    Mittwoch

    16.30 – 17.00 Uhr

    Vorplatz vom Alten Peter

    Rindermarkt 1

  • Frida & Kurt – Wir singen!

    mit Philip Lipsky

    13 DEZ

    13. Dezember 2022

    Dienstag

    10.30 – 11.30 Uhr

    Kulturzentrum LUISE

    Ruppertstraße 5, Raum 4 (barrierefrei)

  • Singen unterm Christbaum

    Mit Traudi Siferlinger, Monika Drasch und Johann Zeller

    14 DEZ

    14. Dezember 2022

    Mittwoch

    16.30 – 17.00 Uhr

    Vorplatz vom Alten Peter

    Rindermarkt 1

zwei Frauen und ein Mann musizieren auf einer Bühne zusammen

Singen unterm Christbaum

Gemeinsame Singstunde zum Mitmachen auf dem Münchner Christkindlmarkt. An vier Nachmittagen im Advent laden Traudi Siferlinger und Monika Drasch zusammen mit Johann Zeller am Akkordeon die Besucher*innen ein, miteinander Advents- und Weihnachtslieder zu singen.

Für Menschen mit Behinderungen stehen ein barrierefreier Zugang sowie Texte in Großschrift und Blindenschrift zur Verfügung. Außerdem gibt es Gebärdensprachübersetzung und mobile Induktionsschleifen für Hörbeeinträchtige. Assistenzhunde sind erlaubt.

Eine ältere Dame und blaue Pullover lächelt.

FRIDA & KURT: Wir singen!

FRIDA & KURT lädt Menschen wohnortnah zu einer gemeinsamen Singstunde in ihrem Viertel ein. Aktuell besteht das Angebot in Berg am Laim, Giesing und in Laim. Gesungen wird, was allen Spaß macht! Es sind keinerlei musikalische Vorkenntnisse erforderlich. Eingeladen sind alle, die Lust am gemeinsamen Singen haben.

Erfahrene Musiktherapeut*innen leiten die Einheiten an. Aufgrund der Corona Beschränkungen singen wir auch in 2022 draußen an der frischen Luft.

Das eigene Stadtviertel als Ort für kostengünstige und gut erreichbare Kulturangebote wird gerade für ältere Menschen in München immer wichtiger. Das Kulturreferat der Landeshauptstadt hat daher dieses Format entwickelt, das die Kultur direkt zu den Bewohner*innen des Viertels bringt. Für Menschen mit Einschränkungen bieten wir einen kostenfreien Transportdienst an. An einzelnen Standorten besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen oder Kaffee und Kuchen und Austausch mit den Nachbar*innen.

Als Vernetzungspartner ist der Verein KulturRaum aktiv, der seit 2011 kostenfreie Eintrittskarten an Münchner*innen mit geringem Einkommen vermittelt. FRIDA & KURT möchte Freude durch aktives Selber Tun in die Münchner Stadtviertel tragen.

FRIDA & KURT ist eine Maßnahme des 2.Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention der Landeshauptstadt München, der 2019 im Stadtrat beschlossen wurde. Auf Basis der Studie der Landeshauptstadt München von 2014 über die Arbeits- und Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in München zeigt sich, dass gerade auch ältere Menschen mit Behinderungen finanziell schlechter gestellt sind. Diese wünschen sich günstige Kulturangebote im Stadtquartier, weil diese für sie auch leichter zu erreichen sind. Unter Federführung der Koordinierungsstelle zur Umsetzung der UN-BRK arbeiten viele städtische Dienststellen und der Behindertenbeirat eng zusammen.

Das Projekt FRIDA & KURT entsteht außerdem in Kooperation mit dem KulturRaum München e.V , mit der Sozialstation Berg am Laim, dem Nachbarschaftstreff am Walchenseeplatz, dem Alten und Service Zentrum Berg am Laim, die Mitterfelder gGmbH

Eine Frau mit Gitarre sitzt umringt von Menschen in einem Café und singt.

Turmsingen

Das Turmsingen ist ein spätnachmittägliches Singangebot im legendären Turmstüberl des Valentin Karlstadt Musäums. Passend zum Ort liegt ein Schwerpunkt der Singstunden auf typischen Münchner Couplets und Volkssängerliedern.

Unsere Singleiter*innen stimmen außerdem weitere Volkslieder und Jodler mit den Gästen an. Dazu serviert die Wirtin des Turmstüberls Bernadette Obergrußberger feine Köstlichkeiten aus ihrem Café. Es sind keine sängerischen Vorkenntnisse notwendig. Wer kommt, singt einfach mit!

Übrigens, auch ein Besuch der Dauerausstellung ist sehr zu empfehlen. Neben dem Leben und Wirken von Karl Valentin und seiner kongenialen Partnerin Liesl Karlstadt widmet sich die Schau außerdem dem Phänomen der Volkssängerei in München.

Eine Kooperation mit dem Valentin Karlstadt Musäum

Wissenswertes zur Volkssängerei

Voraussetzung für die Entstehung einer Volkssängerkultur war die einsetzende Landflucht der Bevölkerung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. In Großstädten wie München, Berlin oder Wien suchten die neuen Stadtbewohner in Bierhallen und Wirtshäusern Ablenkung von ihrem oft beschwerlichen Alltag. Dort gab es alsbald haufenweise so genannter Brettl-Bühnen, auf denen Einzelkünstler und Volkssängergruppen auftraten. Sogar extra für diesen Zweck eingerichtete Singspielhallen sprossen aus dem Boden.

Zu den beliebtesten Vortragsformen gehörten die Couplets. In diesen mehrteiligen Strophengedichten mit sich wiederholendem Kehrreim nahmen die Bühnenkünstler*innen das aktuelle Zeitgeschehen aufs Korn. Die große Politik diente genauso als Zielscheibe wie der kleinbürgerliche Alltag. Besonders die Münchner Vorstädte waren fruchtbarer Boden für die neuen Münchner Typen, die in vielen Couplets besungen wurden. Als „Stolz von der Au“ oder „Die Kathi von Obergiasing“ wurden sie zu regelrechten Gassenhauern.

Diese Form der Massenunterhaltung hielt bis zum Aufkommen von Rundfunk und Kino in den 1920-iger Jahre an. Völlig zum Erliegen kam die Volkssängerei während der Zeit des Nationalsozialistischen Regimes. In den Nachkriegsjahren blühte die Szene noch einmal auf, ehe das Volkstheaterkabarett seit den 1960-iger Jahren nur noch ein Nischendasein fristete. Legendäre Volkssängergrößen wie Karl Valentin, Liesl Karlstadt, der Roider Jackl oder Bally Prell erinnern an die glanzvollen Zeiten der wirtshausgemachten, satirisch-kabarettistischen Volkslustbarkeit.

Sie sind die Vorbilder einer neuen Generation von Volkssänger*innen, die seit der Jahrtausendwende die Form der Brettl-Unterhaltung wieder populär machen. Die neue Beliebtheit zeigt sich zum Beispiel im Volkssängerzelt auf der Oidn Wiesn oder der Sendung „Brettl-Spitzen“ im Bayerischen Fernsehen.